Skoda wird den Verkauf in China im Jahr 2026 einstellen, nachdem es mit der Umstellung auf Elektrofahrzeuge nicht Schritt gehalten hat
- Die Auslieferungen von Skoda gingen im vergangenen Jahr auf nur noch 15.000 Fahrzeuge zurück, verglichen mit einem Allzeithoch von mehr als 300.000 in den Vorjahren.
- Skoda hat Pläne angekündigt, sich auf die Stärkung der Markenpräsenz auf dem indischen und südostasiatischen Markt zu konzentrieren.


Der tschechische Automobilhersteller Skoda, der zu Volkswagen gehört, wird China Mitte des Jahres offiziell verlassen, was die Herausforderungen unterstreicht, denen ausländische Marken im harten Wettbewerb auf dem größten Automobilmarkt der Welt gegenüberstehen.
Da Skoda Schwierigkeiten hat, mit Chinas rasanter Umstellung auf Elektrofahrzeuge (EVs) Schritt zu halten, wird es sich bis Mitte 2026 vom Markt zurückziehen, berichtete Reuters am Mittwoch unter Berufung auf das Unternehmen.
Dem Bericht zufolge ist China seit Jahren Skodas größter globaler Markt mit jährlichen Auslieferungen von über 300.000 Fahrzeugen zwischen 2016 und 2018.
Da ausländische Autohersteller jedoch einer starken Konkurrenz durch boomende lokale Marken ausgesetzt sind, sanken die Verkäufe von Skoda im vergangenen Jahr auf nur 15.000 Einheiten.
„Das Unternehmen wird gemeinsam mit einem regionalen Partner bis Mitte 2026 weiterhin Skoda-Modelle auf dem chinesischen Markt verkaufen“, heißt es in einer Erklärung von Skoda.
Der Kundendienst für Skoda-Fahrzeuge werde weiterhin in China angeboten, fügte er hinzu.
Im Rahmen einer strategischen Neupositionierung zur Optimierung seiner globalen Aktivitäten hat Skoda Pläne angekündigt, sich auf die Stärkung seiner Präsenz in Indien und Südostasien zu konzentrieren.
Der Autohersteller konnte in diesen aufstrebenden asiatischen Märkten im Jahr 2025 bereits einen Umsatzanstieg verzeichnen.
Der Mutterkonzern Volkswagen hat in China einige schwierige Jahre hinter sich, da traditionelle Automobilhersteller weiterhin auf einem technologiegetriebenen Markt für Elektrofahrzeuge zu kämpfen haben.
Die lokalen Marken BYD und Geely haben das deutsche Unternehmen beim Gesamtumsatz überholt und damit seine jahrelange Dominanz im Land beendet.
Im Gegensatz zum vollständigen Rückzug von Skoda hoffen Volkswagen und seine Luxustochter Audi, durch eine Reihe neuer Produkteinführungen verlorenes Terrain in China zurückzugewinnen.
Der ID.UNYX 08, das erste gemeinsam von Volkswagen und Xpeng entwickelte Modell, ist in China bereits in Massenproduktion gegangen.
Gestern startete Audi den Vorverkauf des A6L e-tron in China, einer mittelgroßen bis großen Luxus-Elektrolimousine, die den Absatz von Elektrofahrzeugen auf dem größten Automobilmarkt der Welt ankurbeln soll.


Sowohl BYD als auch Tesla meldeten im Jahr 2025 in China einen Rückgang der Einzelhandelsumsätze im Vergleich zum Vorjahr.
